Liebe Freunde und Freundinnen der BeNeCo,

ich bin immer noch von Euren Rückmeldungen zu meinem neuen Firmenauftritt und meiner Webseite überwältigt und gerührt. Euer Feedback stärkt mich und gibt mir das Gefühl, genau das Richtige zu tun. Nachstehend einen kleinen Auszug einiger Stimmen.

Ach, wie wohl das tut!

Ein guter Moment, um über die Wirkung von wertschätzendem, konstruktivem Feedback nachzudenken. Wieso tut das so gut und, um den Bogen zur Führung zu schlagen, was bewirken wertschätzende Rückmeldungen im Unternehmen?

Der Psychologe John Gottmann hat herausgefunden, dass wir dann gute, vertrauensvolle und tragfähige Beziehungen aufbauen, wenn das Verhältnis von positiver Interaktion zu negativer Interaktion bei 5:1 liegt. Wir führen also eine Art inneres Wertschätzungskonto, auf das andere einzahlen, dessen Betrag sie aber auch schmälern können. Wenn unser Konto zu stark belastet wird, brechen wir die Beziehung ab. Gottmann hat das für Paare untersucht, aber die Ergebnisse lassen sich aus meiner Sicht auch auf andere Beziehungen übertragen.

Wenn wir davon ausgehen, dass es nützlich ist, zu Mitarbeiter*innen eine gute Beziehung aufzubauen, dann erfordert das also eine gewisse Investition. Und diese Investition ist nicht nur mal ab und an ein einfaches Lob, weil wir gelernt haben, dass „man das heutzutage eben so macht“, sondern echte Wertschätzung. Wir wollen von unserem Gegenüber gesehen werden. Wir brauchen Anerkennung und Würdigung. Es tut uns gut, wenn sich jemand Zeit für uns nimmt. Es ist eine klare Einzahlung auf der Habenseite, wenn mein Chef meine Stärken erkennt.

Als Führungskraft tue ich folglich gut daran, auf die Haben-Seite zu schauen, wahrzunehmen, was meine Mitarbeiter*innen alles Wertvolles dazu beitragen, dass der Laden läuft, und das dann auch zu sagen. Interesse zu zeigen, ob sie Ideen und Verbesserungsvorschläge für ihr Arbeitsumfeld haben.

Auf dieser Basis mache ich es meinen Leuten leichter, auch kritisches (konstruktives!) Feedback anzunehmen. Und natürlich helfen ehrliche, wertschätzende Worte mir als Führungskraft genauso, mich zu entwickeln.

Was das bringt außer guter Stimmung? Man spricht davon, dass eine gute wertschätzende Kommunikation im Unternehmen einen Mehrwert zwischen 20 % und 30 % erzeugt. Als Betriebswirtin möchte ich sagen: Eine Umsatzsteigerung von 30 % bei gleichbleibenden Kosten ist ganz ordentlich, oder?

Ihr habt mein Wertschätzungskonto jedenfalls sehr reichlich aufgefüllt. Ich danke Euch dafür! Eine gute Basis, um mir, wenn Ihr mögt, auch konstruktive Kritik mitzuteilen.

Auf eine nachhaltige Zukunft und eine wirkungsvolle Zusammenarbeit!

Eure Barbara

 

 

Hinweis
„Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwende ich in meinen Blogs die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen oder neutralen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.“

„Hallo Babs, ich brauche dringend Deinen Rat. Wenn Du zwischendurch Zeit findest, kannst Du Dich bitte bei mir melden?“ Der Hilferuf kam von meinem Kunden Paul*, bei dem ich drei Jahre zuvor eine Prozessberatung durchgeführt hatte. Er hatte die Unternehmensgröße damals mal eben verdoppelt und die Betriebsfläche vervierfacht. Toller junger, dynamischer Unternehmer mit Mut und Ideen.

 

Ich war zum Zeitpunkt der Anfrage gerade sehr eingespannt und kam erst spät aus einem Termin, aber der Ton der E-Mail ließ mich noch am selben Abend zum Hörer greifen. Es stellte sich heraus, dass Pauls Steuerberater ganz schön Mist gebaut hatte; nun setzte die Bank Paul massiv unter Druck. Wir besprachen, dass er das nächste Bankgespräch erst einmal abwarten solle, das fünf Tage später stattfinden würde. Dann würden wir prüfen, welche Maßnahmen sinnvoll wären.

 

Doch schon in dem Moment, in dem ich den Hörer auflegte, kamen mir Zweifel. Ich rief meinen Beraterkollegen Andreas Dittrich an, der sich auf Finanzierungsfragen spezialisiert hat, und beschrieb die Situation. „Auf keinen Fall passiv das Gespräch abwarten,“ antwortete Andreas sofort. „Der Kunde muss die Sache selbst aktiv in die Hand nehmen.“ Ich vernetzte die beiden noch am selben Abend, schon für den nächsten Tag vereinbarten sie einen Telefontermin.

 

Fünf Tage später bekam ich eine neue Nachricht: „Lief alles glatt. Die Banker waren überrascht, was in 5 Tagen alles machbar ist und wie gut ich vorbereitet war. Andreas kommt am Mittwoch und wir erarbeiten gemeinsam Strategien und neue Ansätze für die Bank und den neuen Steuerberater. Babs, danke Dir für Dein tolles Netzwerk und Deine super schnelle Unterstützung.“

 

Fazit: Manchmal ist die beste Hilfe, nicht selbst zu helfen.

 

Mehr zu Andreas Dittrich:

Consultant Director und Lehrbeauftragter an der Hochschule Mainz

Mein Blog:  http://finanzerdittrich.com

 

 

 

*Name geändert

 

Hinweis:“Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwende ich in meinen Blogs die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.“