Selbstmanagement für Führungskräfte im Handwerk

Die Führung eines mittelständischen Handwerksunternehmens kann man sehr gut mit dem Steuern eines großen Segelschiffes vergleichen. Dort muss der Kapitän (gilt auch für Kapitäninnen) vorausschauen, den Wind und das Wasser lesen können, um sein Schiff sicher auf den Kurs zu bringen und dort zu halten. Um dieses erfolgreich zu meistern, holt sich der Kapitän ein Team von nautischen Spezialisten auf sein Boot. Auf diese überträgt er die vielfältigen Aufgaben der Navigation, der Ermittlung der See- und Wetterdaten, der Technik, der Mannschaftsbetreuung und noch vieles mehr. Das Schiff kann nur dann rund um die Uhr, tagein und tagaus auch stärksten Stürmen trotzen, wenn alles und alle perfekt zusammenspielen und er/sie das Steuer fest im Griff hat.

Ist das in Ihrem Handwerksunternehmen auch so? Haben Sie jeden Tag alles im Griff oder läuft auch schon mal etwas aus dem Ruder?

Als Chef*in und Führungskraft gehen viele Unternehmer* und Führungsverantwortliche an oder über ihre persönlichen Belastungsgrenzen hinaus. Privatleben findet kaum noch statt! Zu langen Arbeitstagen kommen z. T. noch längere Arbeitsnächte hinzu, und richtig durchgeatmet haben sie schon lange nicht mehr. Statt Freude an der eigenen Selbstständigkeit zu empfinden, fühlen sie sich durch ihren Betrieb und die Kunden getrieben oder hecheln den Erwartungen hinterher.

Aber kann etwas, das mich selbst wiederholt an den Rand eines Kollapses bringt, wirklich gesund für mein Unternehmen sein? Oder geht das nicht auch anders?

In diesem Seminar zeigt die erfahrene Führungskraft und Unternehmensberaterin Barbara Beyer den Teilnehmer*innen, wie sie sich geschickt für den betrieblichen Alltag organisieren können und dadurch wieder mehr Kontrolle über Art und Umfang des eigenen Arbeitspensums bekommen. Frau Beyer vermittelt bewährte Methoden und kluge Techniken, die es uns erlauben, Zeitfresser loszuwerden, die Arbeit besser zu strukturieren und Prioritäten zu setzen.

Denn nur, wenn ich mich selbst gut steuere, kann ich als Kapitän*in mein Schiff / mein Unternehmen auf einen erfolgreichen und sicheren Kurs bringen und dort halten.

Seminarinhalte:
Morgens: Tricks und Kniffe für mehr Struktur im Alltag

Inhalte

  • Jahres-, Monats-, Wochen- und Tagesplanung
  • ALPEN-Methode
  • Erfolgsjournal

Entscheidung

  • Prioritätensetzung
  • Pareto-Prinzip
  • ABC-Analyse
  • Eisenhower-Prinzip
  • 5 Stufen der Delegation

Zeitdiebe und Lösungsideen

  • Effektive und effiziente Meetings/Besprechungen
  • Bearbeitung von Post und E-Mail

Mittags: Die selbstbestimmte Führungskraft

  • Nein – Sagen lernen
  • Stress reduzieren
  • Reflektion
  • Entspannungsübungen

Zielgruppe: Unternehmer*innen, Führungspersonen und verantwortliche Bürokräfte, die bereit sind ihrer ständigen Arbeitsüberlastung und dem ungesunden Stress mit bewährten Methoden und klugen Techniken ein Ende zu bereiten
Referentin: Barbara Beyer, Beraterin und Führungskräftecoach im Dachhandwerk, Undenheim
Teilnahmegebühr: 265,00 €
Arbeitsmittel: Schreibzeug
Termin: 29.09.2021, 09.00 – 16.00 Uhr

 

Vielleicht haben Sie es inzwischen mitbekommen: Ich bin eine überzeugte Netzwerkerin. Das schließt die Zusammenarbeit mit Verbänden und Innungen ausdrücklich ein. Klar, die Mitgliedschaft in einer Interessenvertretung kostet Geld; aber Sie zeigen sich mit einer Mitgliedschaft nicht nur solidarisch, Sie haben auch selbst verlässliche Ansprechpartner*innen, wenn es mal darauf ankommt. Wie einer meiner Kunden, der sich kürzlich an mich wandte.

Der Kunde, ein Dachhandwerker, benötigte recht spezielle betriebswirtschaftliche Unterstützung. Unter anderem ging es um eine Überprüfung der Stundenverrechnungssätze, Fragen zu den Anforderungen an die Kalkulation und um Prozessoptimierung bei den Baustellenabläufen. Nun bin ich zwar von Haus aus Betriebswirtin, warum soll es den Kunden unnötig Geld kosten, meine Dienste in Anspruch zu nehmen, wenn er von Verbandsseite her eine Erstberatung bekommen kann?

Kurzerhand nahmen wir mit dem regional zuständigen Verband Kontakt auf, in diesem Fall dem Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Hessen.

Ein Verband mit mehreren Hundert Mitgliedern kann zwar nicht jedes einzelne Mitglied durch einen längeren Veränderungsprozess begleiten, aber oft hilft schon punktuelle Unterstützung, um die richtigen Ansatzpunkte zu finden. So auch in unserem Fall: Wir erklärten Landesverbands-Geschäftsführer Herrn Norbert Hain und seinem Mitarbeiter Herrn Jens Möller die Gesamtsituation. Die beiden Profis sahen sich die Sache an und entwickelten mit meinem Kunden Lösungsvorschläge; fachkundig, wertschätzend und effizient. Auf dieser Grundlage kann ich nun zusammen mit meinem Kunden in die Umsetzung gehen und ihn bei seinen weiteren Anliegen gut weiterbegleiten.

Eine Win-Win-Situation. Verbände bieten übrigens nicht nur fachmännische Unterstützung und Beratung, sondern auch eine Vielzahl wertvoller Weiterbildungen und guter Netzwerkveranstaltungen.

Für mich ein klares Ja für den Verband!

Und? Schon Mitglied?

Eure/Ihre Barbara Beyer

PS: Lust auf eine Verbandsveranstaltung? Im Landesverband Westfalen laufen zusammen mit der GfW Dach GmbH, Eslohe, die Vorbereitungen für unser nächstes Unternehmerforum 2030

 

Foto von Jochen Frank http://lichtblick-gmbh.com

„Du hast gesagt, ich soll lieber Fragen stellen als gleich loszupoltern. Hab ich gemacht. Hat aber überhaupt keinen Unterschied gemacht!“, beschwert sich der Kunde. „Was genau hast du denn gefragt?“, will ich wissen. Er: „Wie konnte das denn passieren?!“

In einem der letzten Blogartikel habe ich mich mit dem Fragen als Führungswerkzeug beschäftigt und damit, wie gutes Fragen neue Perspektiven erschließt. Aber nicht alles, was mit einem Fragezeichen endet, verbessert gleich die Kommunikation im Unternehmen. Ja, auch „Wer von euch Trotteln hat das draußen liegenlassen?“, „Wie oft muss ich euch das noch sagen?“ und „Muss ich denn wirklich alles selbst machen, damit es funktioniert?“ sind rein grammatikalisch gesehen Fragen. Aber zum fröhlichen Mitdenken und selbstverantwortlichen Handeln regen sie wohl eher nicht an. Sobald meine Fragen suggestiv oder rhetorisch werden oder ich in einen Verhörtakt hineinrutsche, fällt die Tür zwischen mir und meinem Gegenüber zu.

Aber wie geht es denn nun konkret, das gute Fragen?

Gutes Fragen besteht aus meiner Sicht zu 30 % aus Fragetechnik und zu 70 % aus Haltung. Ich fange mit dem Einfachen an, der Technik. Es gibt geschlossene Fragen, also die, die ich nur mit ja oder nein beantworten kann, und offene Fragen, die so genannten W-Fragen. W-Fragen beginnen mit einem Fragewort (Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum – Sie erinnern sich). Stelle ich zu viele geschlossene Fragen, fühlt sich der andere schnell bedrängt und ausgehorcht. „Hast du dein Zimmer schon aufgeräumt? Schularbeiten gemacht? Wenigstens den Müll rausgebracht?“ Spüren Sie mal nach, welches Gefühl diese Fragen bei Ihnen auslösen. W-Fragen hingegen öffnen den Raum für die unzähligen Möglichkeiten neben ja und nein. „Was ist der Grund dafür, dass du noch nicht aufgeräumt hast?“, „Wer hat eine Idee, wie wir in dieser Sache vorgehen können?“, „Wann können wir damit realistisch fertig werden?“

Mit W-Fragen verhinderst Du, dass sich jemand hinter einsilbigen Jas und Neins verstecken kann. Du lässt Deinem Gegenüber zugleich Platz für eigene Gedanken und lädst ihn/sie ein, aktiv mitzudenken.

Einzig mit der Warum-Frage bin ich vorsichtig, da sie schnell als Angriff verstanden wird (wir haben einfach zu oft rhetorisch warum gefragt). Ich ersetze deshalb meistens das Warum z. B. durch ein Weshalb oder Wozu kann das dienlich sein oder Aus welchem Grund, und es gibt noch viele weitere Warum-Alternativen (siehe Abb. 2).

 

Nun wirst Du mir mit Recht vorwerfen, dass viele der Fragen von ganz oben W-Fragen sind – ein offenes Gespräch leiten sie trotzdem nicht ein. Wichtiger als die Technik ist nämlich die Haltung, mit der ich die Fragen stelle. Wenn ich die anderen als Trottel betrachte, die nichts richtigmachen können, erwarte ich von ihnen auch keine erhellenden Antworten.

Ich selbst bin von Haus aus neugierig und lasse mich gern überraschen. Neue Perspektiven kennenzulernen finde ich spannend und bereichernd. Vielleicht fällt mir das offene Fragen deshalb leicht. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass man/frau eine wertschätzende, interessierte Haltung lernen kann. Ein erster Schritt dazu ist Selbstbeobachtung. Es hilft, vor dem Fragen kurz innehalten und zu überprüfen, ob ich wirklich an dem interessiert bin, was mein Gegenüber mir zu sagen hat.

Hätte mein Kunde von oben kurz durchgeatmet und aus ehrlichem Interesse an der Perspektive seiner Mitarbeiter*innen gefragt, hätte er seine Frage möglicherweise eher so formuliert: „Was ist aus eurer Sicht der Grund dafür, dass das schiefgegangen ist? Und was könnten wir ändern, damit uns so etwas nicht wieder passiert?“ Ich bin sicher, seine Chancen auf konstruktive Antworten wären exponentiell gestiegen!

Eure Barbara Beyer

PS: Natürlich lerne auch ich in Bezug auf das Fragen an sich immer noch dazu. Für mich ist die größte Herausforderung, kurze Fragen zu stellen und wirklich nur eine einzige Frage in einen Satz zu packen – auch wenn mich gerade mehrere Aspekte gleichzeitig interessieren. Viele Fragen auf einmal verwirren aber mein Gegenüber. Deshalb übe ich, nach einer Frage eine Pause zu machen, kurz die Reaktion des/der anderen zu beobachten und ggf. die Frage umzuformulieren, wenn ich Fragezeichen in seinem Gesicht wahrnehme. (Sollten Sie mich bei Mehrfachfragen erwischen, fragen Sie mich ruhig, ob mir das gerade bewusst ist!)

 

Hinweis
„Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwende ich in meinen Blogs die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen oder neutralen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.“

„Ich dachte, Sie sagen mir jetzt, wie es geht, und fragen nicht mich!“ Das ist ein Satz, den ich schon mehrfach von meinen Auftraggebern gehört habe, wenn ich Fragen stelle.

Ein Grund ist möglicherweise, dass mein Kundenkreis vornehmlich aus Unternehmern und Unternehmerinnen aus dem Handwerk besteht, also Macherinnen und Problemlösern. Zeitdruck ist in vielen Betrieben der Normalfall, und Geduld gehört auch nicht unbedingt zu den Fähigkeiten, die im Meisterkurs erlernt werden. Meine Kunden sind es gewohnt, schnell und kompetent Ansagen zu machen. Eine fragende Haltung deuten sie deshalb oftmals als Zeichen von Unwissenheit oder gar Schwäche.

Aber wenn wir einmal genauer hinsehen, erweist sich das Fragen als mächtiges Werkzeug, um Veränderungsprozesse anzustoßen. Wenn ich gute Ansagen mache, beeindrucke ich Leute mit meiner Kompetenz; wenn ich gute Fragen stelle, bringe ich Menschen dazu, ihre eigene Kompetenz zu nutzen. Und mal ehrlich: Glauben Sie wirklich, dass jemand von außen Ihnen die Lösung für die Herausforderungen in Ihrem Betrieb auf dem Tablett servieren kann? (Diese Frage ist rhetorisch.)

Ich verstehe meine Rolle als Beraterin und Coach so, dass ich die Handlungsfähigkeit im Betrieb vergrößere und die Kunden und ihre Mitarbeiter selbstständiger mache. Hilfe zur Selbsthilfe, kein Schaffen von Abhängigkeiten. Mit Fragen bringe ich mein Gegenüber dazu, selbst aktiv zu werden, neue Lösungen zu finden und scheinbar Selbstverständliches auf den Prüfstand zu stellen. Indem sie Antworten suchen, verschiedene Möglichkeiten laut durchdenken und mir auf meine Fragen hin die eigenen Verhaltensweisen erklären, verändern die Kunden ihre Perspektive und bereiten damit zugleich den Boden für Veränderungen im Unternehmen. Das Wichtigste auf meiner Seite ist dabei ehrliche Neugier auf die Antworten, die meine Kunden finden. Ich habe im Verlauf des Gesprächs mindestens genau so viele Aha-Erlebnisse wie die Kunden – und damit Anlässe weiter zu fragen.

Für mich sind es die besten Momente, wenn mir ein Kunde am Ende eines Gesprächs sagt: „Ich habe mir gerade selbst die Antwort auf mein Problem gegeben. Warum bin ich da nicht früher draufgekommen?“ Tja, weil es manchmal eben die richtigen Fragen braucht!

Eure Barbara Beyer

PS: In einem der nächsten Blogartikel werden wir uns genauer ansehen, welche Fragetechniken es gibt, wie Fragen zum Machtmittel werden und welche Art zu Fragen auch intern im Unternehmen hilfreich ist.

 

Hinweis
„Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwende ich in meinen Blogs die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen oder neutralen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.“

Vor einiger Zeit habe ich meine Gedanken zur Möglichkeit oder Unmöglichkeit von Zeitmanagement mit Euch geteilt. Zeitmanagement ist eigentlich Selbstmanagement, so mein Fazit. Ein guter Umgang mit dem Nein-Sagen ist eine Form des Selbstmanagements, die auch ich persönlich immer noch übe. Denn genau im Moment des Nein-Sagens muss ich mir darüber klar sein (und ein gutes Körperempfinden haben!), ob mich das „Nein“ meinem Ziel näherbringt. Oder reagiere ich womöglich aus einer inneren Unruhe heraus über und mache gerade Dinge, die zwar nicht mein Problem lösen, mir aber ein Gefühl von Auslastung geben?

Ein schöner Satz dazu, den ich Euch nicht vorenthalten möchte, begegnete mir in Arbeite klüger – nicht härter! von Ivan Blatter: „Um produktiv zu sein, braucht es die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen und die Fähigkeit sich zu fokussieren!“

Das bedeutet aber gerade nicht, möglichst viel in den Tag hineinzupacken, auch wenn ich mich dadurch so schön unverzichtbar fühle. Es bedeutet nicht, als Führungskraft tagtäglich im Tagesgeschäft zu versinken und mich mit den operativen Dingen zu beschäftigen – auch wenn ich dies vermeintlich sowieso am besten kann. Ivan Blatter sagt: Zeitmanagement beginnt im Kopf. Das heißt, dass ich mir einmal all die Dinge ansehe, die wir alle heute schon tun, um morgen (später) Ernte einzufahren:

  • Heute auf den Nachtisch verzichten, um morgen abzunehmen
  • Heute Rücklagen bilden, um morgen im Alter abgesichert zu sein
  • Heute zum Arzt zur Vorsorge, um morgen auch noch gesund zu sein

Und genau so ist es mit der Führung. Ich muss erst einmal investieren, um morgen zu ernten. Wenn ich also beim nächsten Mal höre „Keine Zeit!“, will ich zukünftig die Fragen stellen:

  • Investierst du mit dem, was du jetzt (heute) tust und als wichtig empfindest auch wirklich in morgen?
  • Kommst du mit den Prioritäten, die du jetzt gerade setzt, deinen Zielen auch wirklich näher?

Viel Freude beim Reflektieren!

Eure Barbara Beyer

 

Hinweis
„Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwende ich in meinen Blogs die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen oder neutralen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.“

Steckbrief

Anwendungsbereich: Werte ermitteln, wandeln und Unternehmenskultur gestalten

Organisation: Barrett Value Centre, UK

Kennzeichen: Bedürfnisse und Werte sichtbar machen, Aktuelle und gewünschte Unternehmenskultur aufzeigen, gemeinsame Werte Entwicklung 

Link:  https://www.valuescentre.com/

Werte spielen in meinem Leben schon lange eine große Rolle. Vor gut 20 Jahren habe ich beispielsweise eine Entscheidung getroffen, die voll und ganz wertegetrieben war. Ich habe eine sehr gute Position bei meinem damaligen Arbeitgeber Saint Gobain aufgegeben und meinen kompletten Lebensraum verlagert. Das Ganze mit dem vollen Risiko, im privaten wie im beruflichen Umfeld alles zu verlieren. Aber ich war angetrieben von dem Wunsch, einen positiven Beitrag in dieser Welt leisten zu wollen. Ich habe also bei Null wieder angefangen und bin bei einem Start-up Unternehmen eingestiegen, das ein aus meiner Sicht wertvolles Produkt herstellte: Solaranlagen.

Seither versuche ich fast alles was ich tue, mit meinen Werten in Einklang zu bringen. Für mich sind Authentizität, Leidenschaft, Enthusiasmus, Humor und Leichtigkeit wesentliche Grundlagen für mein erfülltes Leben. Die eigenen Wertvorstellungen sind eine stabile Basis für unsere Entscheidungen. Sind die Dinge im Einklang mit den eigenen Werten, fühlt sich alles gut und richtig an. So auch meine Entscheidung vor 6 Jahren, einen Beitrag im Handwerk leisten zu wollen. 

Ich glaube durch dieses Wertebewusstsein ist persönliches Wachstum überhaupt erst möglich. Versteht man die eigenen Werte, dann erst erkennt man die Richtung, in die man gehen sollte, um glücklich und erfolgreich zu sein.

Mit dem CTT-Werkzeug habe ich die Möglichkeit, auf recht einfache Art und Weise Werte sichtbar zu machen, im Betrieb oder auch für einzelne Personen im Coaching. Machen Sie doch einfach mal einen persönlichen Wertetest. Hier ist ein Link zur Webseite meiner Kollegin und Freundin Dr. Andrea Maria Bokler 

https://changemanagement.biz/pva/

 

Hinweis
„Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwende ich in meinen Blogs die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen oder neutralen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.“

„Keine Zeit!“ Das höre ich immer wieder; in der Familie, bei der beruflichen Zusammenarbeit, von Freunden. Aber was bedeutet das, „keine Zeit“ zu haben? Haben wir nicht alle die gleichen 24 Stunden am Tag zur Verfügung? Wenn wir Zeit sparen, heißt das nicht, dass wir am anderen Tag plötzlich 25 oder 26 Stunden haben. Ausgerechnet der Zeitmanagement-Papst Lothar Seiwert erklärt in seinem Buch „Ausgetickt“ das Zeitmanagement als gescheitert. Ich sehe das genauso, denn Zeit lässt sich nicht managen. Zeit ist, was sie ist. Für uns alle gleich.

Was bedeutet es also, wenn wir davon sprechen, keine Zeit zu haben? Doch eigentlich nichts anderes als: „Du hast mit deinem Anliegen gerade nicht die oberste Priorität bei mir. Ich habe mich entschlossen, die mir zur Verfügung stehende Zeit mit etwas anderem zu verbringen.“ Klingt ganz schön hart im Vergleich zu „Keine Zeit“, oder?

Ich verstehe und akzeptiere das. Zumal ich selbst oft genug sage, dass es gerade nicht passt. Ich versuche mir aber anzugewöhnen, bei mir selbst in solchen Situationen genauer hinzuschauen und mir klarzumachen, aus welchem Grund ich gerade nicht vorhandene Zeit zwischen mich und mein Gegenüber schiebe. Ist es tatsächlich so, dass ich jetzt in diesem Moment ein Ziel verfolge, einen mir wichtigen Plan umsetze oder ein Problem bearbeite, das drängend und wichtig ist? Oder gebe ich mir (und anderen) aus einer inneren Unruhe oder fehlendem Überblick heraus gerade ein Gefühl von Auslastung und Geschäftigkeit, um mir nicht eingestehen zu müssen, dass ich gar nicht genau weiß, was gerade relevant ist? Vielleicht fällt es mir auch schwer, auf andere Weise Grenzen zu setzen und nein zu sagen? (Z. B. weil ich schlicht keine Lust zu einer gemeinsamen Aktivität habe, mein Gegenüber aber nicht verletzen will; oder weil ich verkatert bin, eigentlich nur Ruhe brauche, das aber nicht zugeben möchte – Sie finden sicher noch mehr Beispiele.)

Das klingt plötzlich gar nicht mehr nach Zeitmanagement, sondern nach Selbstmanagement. Und schon sind wir mitten in Führungsthemen. Meine Zeit zu managen heißt für mich, Verantwortung für mich selbst zu übernehmen. Was fange ich mit meiner Zeit an, also mit meinem Leben? Wie setze ich die Energie ein, die mir zur Verfügung steht, sinnvoll ein? Dazu muss ich aber erst einmal herausfinden, was mir wichtig ist, was für mein Unternehmen die richtige Richtung sein kann und was mich meinen Zielen näherbringt.

Als kleines Tool, um festzustellen, welche Lebensbereiche ich dabei im Blick behalten sollte, sind die „5 Säulen der Identität“ des Psychologen Hilarion Petzold sehr hilfreich. Petzold erforscht die Bedeutung von Ausgewogenheit und Balance in unserem Leben. Er identifiziert fünf Bereiche, die gleichermaßen wichtig sind. Das Dach unseres Lebens ist besonders sicher getragen, wenn die fünf Säulen unserer Identität es in Balance halten. Balance heißt hierbei nicht, eine absolut gleichmäßige Verteilung herzustellen, sondern dafür zu sorgen, dass Säulen nicht komplett wegbrechen und das Dach möglicherweise einzustürzen droht. Welche Säulen gestärkt werden sollten, ist natürlich individuell verschieden. 

 

Visualisierung: @Tatjana Güntensperger

 

Wie geht das nun ganz konkret? Ich brauche zu allererst etwas Muße (Zeit!). Dann schaue ich mir die Säulen an. Welche Säule steht besonders fest, so dass ich mich für den Moment darauf verlassen kann, dass sie nicht nachgibt (z. B. Materielles, weil der Laden brummt)? Welche Säule kommt hingegen bei mir regelmäßig zu kurz (etwa die Gesundheit, weil ich mich im stressigen Arbeitsalltag ungesund ernähre oder zu wenig schlafe)? Wenn ich den Ist-Zustand ermittelt habe, forsche ich nach, ob und wie ich Prioritäten verschieben will. Ein Teilnehmer in einem Seminar dachte zum Beispiel, keine Zeit für zwei Stunden Sport in der Woche zu haben, was er sehr bedauerte (Gesundheit). Als er sich sein Säulensystem genauer ansah und überlegte, durch was die benötigte Zeit besetzt war, kam er sich selbst auf die Spur, dass er täglich zwei Stunden auf Social-Media-Kanälen verbrachte. Dass er sich das bewusst gemacht hatte, half ihm, seine Prioritäten zu überdenken, also professionelles Selbstmanagement zu betreiben.

Zurück zum Ausgangspunkt: Wenn ich Grenzen setze, schaue ich kurz in mich. Ist diese Entscheidung im Einklang mit meinen Zielen und Prioritäten? Ist das, was daraus folgt, wirklich das, was ich möchte und was mir (bzw. dem Unternehmen) auch langfristig guttut? Nimm Dir die Zeit, um herauszufinden, was Dir wichtig und was Dich stark macht. Dann manage Dich sich selbst, nicht die Zeit. Es lohnt sich. Vielleicht hast Du am Ende mehr Zeit als gedacht!

Viel Glück und Freude mit und bei dem was Du tust!

 

 

Hinweis
„Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwende ich in meinen Blogs die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen oder neutralen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.“

Mit diesem Blog möchte ich nur schon einmal ankündigen mit welchen Werkzeugen ich arbeite und was ich in meinen Beratungen und Workshops empfehle. Im Laufe der Zeit werde ich Geschichten darüber schreiben, wo die einzelnen Werkzeuge, Apps, Tools zum Einsatz kamen und welche Wirkung sie hatten.

 

Heute zunächst einmal nur ein kleiner Einblick in meine Lieblingswerkzeuge:

Meistertask

https://www.mindmeister.com/mt/signup

Warum ich meinen Kunden MeisterTask empfehle?

Es gibt sicherlich viele digitale Werkzeuge für Aufgaben -und Projektmanagement.

MeisterTask ist für mich jedoch das Intuitivste! Es ist die App, die ruck-zuck individuell anpassbar eine optimale Abstimmung und Transparenz zwischen den Schnittstellen schafft und damit die Zusammenarbeit ungemein erleichtert und fördert. Und ein für mich nicht unerhebliches Kriterium ist der Datenschutz nach europäischem Recht und deutschem Serverstandort.

Was mir auch besonders gut gefällt ist, dass es absolut individuell gestaltbar ist. Also für jedes Bedürfnis im Workflow anpassbar und den Prozess abbildend.


https://www.classei.de/de/

Bei aller Digitalisierung, viele Handwerksbetriebe haben immer noch viel Papier im Umlauf. Und gerade weil das so ist, gibt es für mich ein einfaches und geniales Ablagesystem – nämlich Classei.

Sozusagen beginnt man in dem Moment in dem man das Dokument in die Akte legt mit der Ablage, so wie eben im beim digitalen Archiv eben auch. Alle Sortierungs-, Ordnungs- und Ablagemaßnahmen, die üblicher Weise einhergehen, entfallen bzw. werden auf ein Minium reduziert. Und ganz nebenbei es sieht auch noch toll aus und es macht Spaß damit zu arbeiten.


https://www.craftnote.de/

Ich habe Dirk Steffens 2017  kennengelernt. Er und sein Team von Craftnote sind Vollblut Programmierer und Handwerksversteher. Sie haben in den etwas mehr als 2 Jahren nachdem die App das erste Mal offiziell auf den Markt kam so unglaublich viel umgesetzt. Sie setzen sich für die Bedürfnisse der Nutzer ein und bleiben am Ball. Für mich ist die App und die Menschen dahinter uneingeschränkt die Nr. 1 am Markt der digitalen Bauakten!


https://www.valuescentre.com/

 

Mit dem Barret Values Centre arbeite ich nun bereits schon im 3. Jahr meiner Selbstständigkeit zusammen. Wenn es darum geht Werte im Unternehmen sichtbar zu machen und über sehr unkomplizierte Mitarbeiterbefragungen bezüglich der Unternehmenskultur eine aussagekräftige Arbeitsbasis zu bekommen, dann kommt für mich nur das BVC in Frage. Außerdem habe ich mit Dr. Andrea Bockler (https://changemanagement.biz/) eine unglaublich gute Botschafterin des BVC und Mentorin in Sachen Werte und Führung.


https://www.materialrest24.de/

 

Es sind ein paar Punkte, die mich an dem jungen Dachdecker Simon Schlögel begeistern:

Ganz großartig zu sehen, wie er und seine Geschäftspartner sich für die Sache an sich einsetzen. Wie sie mit Ihrer Plattform die Digitalisierung vorantreiben und Abläufe rund um die Lageroptimierung ermöglichen und dabei auch noch nachhaltige Betriebsführung unterstützen. Für mich ist das ein Muss für jeden Handwerker. Am meisten jedoch fasziniert mich an Simon und seinem Team, seinen unglaublichen Einsatz in Sachen „NACHHALTIGKEIT und RESSOURCENSCHONUNG“ für die kommende Generation und unsere Welt!